{"id":431,"date":"2018-08-20T20:32:53","date_gmt":"2018-08-20T18:32:53","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p115765.webspaceconfig.de\/?post_type=event_listing&#038;p=431"},"modified":"2018-08-21T07:56:34","modified_gmt":"2018-08-21T05:56:34","slug":"jahresrueck-und-ausblick-2016-2017","status":"publish","type":"event_listing","link":"https:\/\/www.usability.world\/?event_listing=jahresrueck-und-ausblick-2016-2017","title":{"rendered":"Jahresr\u00fcck- und Ausblick 2016\/2017"},"content":{"rendered":"<h3>Zum Jahresende blickt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektoindustrie Rhein-Wupper e.V. und der Unternehmerschaft Rhein-Wupper e.V., Rechtsanwalt Andreas Tressin, auf das Jahr 2016 zur\u00fcck und gibt einen Ausblick auf das kommende Jahr.<\/h3>\n<h2>R\u00dcCKBLICK 2016<\/h2>\n<p class=\"bodytext\"><b>Relativ stabile Gesamtentwicklung 2016<\/b><\/p>\n<ul>\n<li><b>Auftragseing\u00e4nge haben auch 2016 eine insgesamt positive Entwicklung genommen<\/b><\/li>\n<li><b>Der Arbeitsmarkt hat sich 2016 stabil gehalten, teilweise sogar mit Zuwachs bei den sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten<\/b><\/li>\n<li><b>Zuwachs bei den Ausbildungsstellen<\/b><\/li>\n<li><b>Jedoch schlechte Ertragslage bei \u00fcber 10 % der Unternehmen<\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"bodytext\">Eine relativ stabile Gesamtentwicklung sieht der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Unternehmerverb\u00e4nde Rhein-Wupper 2016 f\u00fcr die rund 200 Mitgliedsunternehmen. Insgesamt haben die Auftragseing\u00e4nge 2016 eine positive Entwicklung genommen. Der Arbeitsmarkt hat sich stabil gehalten; die sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten nahmen sogar teilweise noch einmal zu. Und auch die Ausbildungsstellen wachsen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Unternehmen sind innovativ und leistungsstark und bilden qualifizierte Fachkr\u00e4fte aus. Leider treten aber \u00fcber 10 % der Unternehmen vor allem aus dem Industriebereich mit\u00a0schlechten Ertr\u00e4gen auf dem Fleck. &#8222;Es bleibt einfach unterm Strich zu wenig Geld \u00fcbrig&#8220;, zeigt sich der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer besorgt; &#8222;Geld, was f\u00fcr Investitionen fehlt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Wettbewerbsvorteile zum Teil nur geliehen<\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">&#8222;Bei aller Unsicherheit auf den Weltm\u00e4rkten scheint unsere Wirtschaft wie ein unverw\u00fcstlicher Feld in der Brandung zu stehen. Dabei wissen kundige Beobachter&#8220;, so Tressin, &#8222;dass due beschriebene St\u00e4rke nach wie vor nur zum Teil geliehen ist: Ein nach wie vor niedriger Eurokurs und Niedrigzinsen sowie noch moderate \u00d6l- und Rohstoffpreise sind der eigentliche Turbo f\u00fcr eine vor allem exportierende Wirtschaft. Erarbeitet haben wir die vorbezeichneten Wettbewerbsvorteile jedenfalls nicht&#8220;, stellt Tressin n\u00fcchtern fest.<\/p>\n<h2>AUSBLICK 2017<\/h2>\n<p class=\"bodytext\"><b>Gedrosseltes Tempo 2017<\/b><\/p>\n<ul>\n<li><b>Nur noch moderates Wachstum<\/b><\/li>\n<li><b>Aussichten verhalten<\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"bodytext\">F\u00fcr 2017 herrscht eine starke Verunsicherung durch die globalen politischen und \u00f6konomischen Entwicklungen, die der Wirtschaft zusetzen. Das IW K\u00f6ln erwartet daher, dass das Bruttoinlandsprodukt 2017 real nur noch um gut 1 % wachsen wird &#8211; nach 1 3\/4 % im laufenden Jahr. Zwar gehen knapp 40 % der Unternehmen von einer steigenden Produktion aus &#8211; rund jeder zweite Betrieb erwartet aber hingegen nur konstante Fertigungszahlen. &#8222;Die Gesch\u00e4ftserwartungen haben sich danach leicht eingetr\u00fcbt, echter Aufwind f\u00fchlt sich anders an&#8220;, so Tressin.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Unternehmen verlieren auf der Kostenseite gef\u00e4hrlich an Wettbewerbsf\u00e4higkeit<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ein handfestes hausgemachtes Problem kommt vor allem f\u00fcr die Industrieunternehmen hinzu:<\/p>\n<p class=\"bodytext\">&#8222;Die Arbeitskosten klettern Jahr f\u00fcr Jahr. Das w\u00e4re weniger kritisch, wenn die Arbeitsproduktivit\u00e4t mindestens ebenso stiege. Doch hier gibt es bereits seit f\u00fcnf Jahren praktisch keinen weiteren Fortschritt&#8220;, so Tressin. &#8222;Anders gesagt: Die Unternehmen verlieren auf der Kostenseite gef\u00e4hrlich an Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Besonders alamierend ist diese Entwicklung, weil die weltweite Konkurrenz weiter erstarkt &#8211; gerade auch die aus Fernost. Die Kostenbelastungen f\u00fchren dazu, dass immer mehr Unternehmen Wertsch\u00f6pfung ins Ausland verlagern oder \u00fcberlegen, dies k\u00fcnftig zu tun&#8220;, so Tressin.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Die k\u00fcnftige Bundesregierung muss &#8222;Wirtschaft wieder wagen&#8220;<\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">&#8222;Wir brauchen dringend einen Paradigmenwechsel in der Wirtschaftspolitik&#8220;, fordert Tressin. &#8222;Die derzeitige Wohlf\u00fchlpolitik und der Verteilungswahn \u00fcberfordern die Unternehmen. Jedenfalls kann man den Rucksack der Kostenbelastungen f\u00fcr die Unternehmen nicht noch voller packen: Die Beispiele aus der Vergangenheit wie die Einf\u00fchrung des Mindestlohns, das Gesetz zur Lohngleichheit von Mann und Frau, neue Leistungen in der Pflegeversicherung, die Erbschaftssteier, neue Einschr\u00e4nkungen bei der Zeitarbeit und Werkvertr\u00e4ge, die M\u00fctterrente, die Rente mit 63, verpflichtende Audits, und neue Berichtspflichten haben vor allem eins gemeinsam: Sie f\u00fchren s\u00e4mtlich zu mehr B\u00fcrokratie und neuen Belastungen f\u00fcr die Unternehmen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Tressin fordert deshalb eine ambitionierte Wirtschaftspolitik, die sich auf Wachstum und Wettbewerbsf\u00e4higkeit konzentriert. Wir m\u00fcssen alles tun, um aus eigener Kraft die wirtschaftliche Dynamik zu verbessern und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit unserer Unternehmen in den Mittelpunkt der politischen Debatte r\u00fccken.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">&#8222;Bei allen Reform\u00fcberlegungen zur Rentenpolitik darf es auf keinen Fall zu steigenden Lohnnebenkosten kommen, weil Beitragserh\u00f6hungen den Faktor Arbeit noch einmal verteuern w\u00fcrden. Die Sozialabgaben d\u00fcrfen insgesamt die Marke von 40 % weiterhin nicht \u00fcberschreiten. Ein Einhalten dieser Grenze war ein wesentlicher Faktor des Sanierungsprogrammes f\u00fcr die deutsche Volkswirtschaft. Jeder Rentenbeitragspunkt kostet mehr als 11 Milliaren Euro j\u00e4hlich und w\u00fcrde zwangsl\u00e4ufig Arbeitspl\u00e4tze gef\u00e4hrden. Wenn man alle derzeit diskutierten Vorschl\u00e4ge zusammennehmen w\u00fcrde, wernden wir bei den Sozialabgaben die Marke von 45 % wenn nicht sogar 50 % locker \u00fcberschreiten. Man muss die Politik deshalb jeden Tag vielmehr daf\u00fcr sensibilisieren, dass die H\u00f6he des Rentenniveaus ma\u00dfgeblich von der Balance von Beitragszahlern und Rentenempf\u00e4ngern abh\u00e4ngt; und hier liegt noch gro\u00dfes Potenzial&#8220;, so Tressin.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">&#8222;Bei der t\u00e4glich zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft und der Arbeitswelt brauchen wir dar\u00fcber hinaus ein modernes Arbeitszeitgesetz. Die derzeitigen Arbeitszeitregelungen sind f\u00fcr die digitale Arbeitswelt einfach zu starr. Die vereinbarte Gesamtarbeitszeit muss flexibler und bedarfsgerechter eingesetzt werden; dabei darf Arbeit 4.0 keine Einbahnstra\u00dfe werden, in der neben den Anspr\u00fcchen der Besch\u00e4ftigten auf selbstbestimmte Arbeitszeit und &#8222;Home Office&#8220; die betrieblichen Realit\u00e4ten verkannt werden&#8220;, erkl\u00e4rte Tressin. &#8222;Auch die Strompreise d\u00fcrfen f\u00fcr unseren Standort und die Unternehmen nicht zu einem noch gr\u00f6\u00dferen Nachteil im internationalen Wettbewerb werden&#8220;. Tressin fordert deshalb drigend eine Strompreisbremse duch Streichen der Stromsteuer und der Deckelung der EEG-Umlage \u00fcber einen Streckungsfonds.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">In der Tarifpolitik darf es keine Tabus geben<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Selbstverst\u00e4ndlich m\u00fcssen die Tarifvertragsparteien ihren Beitrag leisten; tabus darf es hier nicht geben, auch und insbesondere beim Volumen und der Bezahlung der w\u00f6chentlichen Arbeitszeit. Die Unternehmen erwarten hier viel mehr individuelle und betriebliche Gestaltungsm\u00f6glichkeiten. Das w\u00fcnschen sich im \u00dcbrigen nicht nur die Unternehmen sondern auch die Mitarbeiter. Die Reise muss deshalb insgesamt zu mehr Flexibilit\u00e4t gehen, ohne dass die Produktion leidet. &#8222;Betriebe und Besch\u00e4ftigte k\u00f6nnen damit sehr wohl auf der Gewinnerseite bleiben &#8211; wenn man sie nur l\u00e4sst&#8220;, so Tressin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Jahresende blickt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektoindustrie Rhein-Wupper e.V. und der Unternehmerschaft Rhein-Wupper e.V., Rechtsanwalt Andreas Tressin, auf das Jahr 2016 zur\u00fcck und gibt einen Ausblick auf das kommende Jahr.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","event_listing_category":[8],"class_list":["post-431","event_listing","type-event_listing","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/event_listing\/431","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/event_listing"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/event_listing"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=431"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=431"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event_listing_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fevent_listing_category&post=431"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}