{"id":411,"date":"2018-08-20T20:02:00","date_gmt":"2018-08-20T18:02:00","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p115765.webspaceconfig.de\/?post_type=event_listing&#038;p=411"},"modified":"2018-08-21T10:06:20","modified_gmt":"2018-08-21T08:06:20","slug":"jahresrueck-und-ausblick-2014-2015","status":"publish","type":"event_listing","link":"https:\/\/www.usability.world\/?event_listing=jahresrueck-und-ausblick-2014-2015","title":{"rendered":"Jahresr\u00fcck- und Ausblick 2014\/2015"},"content":{"rendered":"<h3>Zum Jahresr\u00fcckblick blickt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Unternehmerverb\u00e4nde Rhein-Wupper, Rechtsanwalt Andreas Tressin, auf das Jahr 2014 zur\u00fcck und gibt einen Ausblick auf das kommende Jahr.<\/h3>\n<h2>R\u00dcCKBLICK 2014<\/h2>\n<ul>\n<li><b>Besch\u00e4ftigung weiterhin auf H\u00f6chstniveau<\/b><\/li>\n<li><b>Rekorde bei den Steuereinnahmen<\/b><\/li>\n<li><b>Durchschnittliches Entgeltniveau in den Betrieben erreicht erneut Spitzenwert<\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"bodytext\">Die staatlichen Haushalte erleben nach wie vor ein goldenes Zeitalter. So werden Rekordsteuereinnahmen von 640 Milliarden vermeldet und laut Steuersch\u00e4tzung sollen die Steuereinnahmen voraussichtlich bis 2018 nochmals um 100 Milliarden Euro auf 740 Milliarden Euro steigen. Bei der Besch\u00e4ftigung fahren wir weiterhin auf Champions-League-Niveau, noch nie zuvor waren so viele Menschen in unbefristeter Vollzeit in den Betrieben besch\u00e4ftigt wie heute; dar\u00fcber hinaus hat das durchschnittliche Lohnniveau erneut einen Spitzenwert erreicht.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Wirtschaftsmonitor beginnt zu stottern<\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Nach einem guten Jahresstarte hat sich die wirtschaftliche Lage bei den Mitgliedsbetrieben verschlechtert. Lief der Wirtschaftsmonitor anfangs noch auf Hochtouren, beginnt der Motor nunmehr an zu stottern. In der Wirtschaft l\u00e4uft etwas nicht mehr so richtig rund: Produktion, Umsatz und Auftragseing\u00e4nge der Industrie schw\u00e4chelten sogar zuletzt. In den Betrieben herrschen \u00dcberkapazit\u00e4ten, auch wenn sich das auf dem Arbeitsmarkt noch nicht auswirkt. Sogar die ersten Aussetzer sind zu vermelden: Erste Betriebe haben Kurzarbeit angemeldet oder stehen kurz davor. Es gibt erfreuliche Ausnahmen, aber jedem Betrieb, dem es gut geht, steht ein anderer gegen\u00fcber, dem es schlechter geht. Und die Prognosen \u00fcber die Wachstumsaussichten f\u00fcr das kommende Jahr stammen nicht von uns, sondern vom Sachverst\u00e4ndigenrat und der Bundesregierung und diese prognostizieren nur noch ein Wirtschaftswachstum von einem Prozentpunkt. Selbst das Gewerkschaftsinstitut hat seine Prognose deutlich nach unten korrigiert.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Schlechte Noten f\u00fcr die Regierungskoalition<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Ausschlie\u00dflich Umverteilung statt Angebotspolitik<\/li>\n<li>Bei den Arbeitskosten verlieren wir weiter an Wettbewerbsf\u00e4higkeit<\/li>\n<li>Immer mehr Ertr\u00e4ge werden an ausl\u00e4ndischen Standorten verdient<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"bodytext\">Bei der Umsetzung des Koalitionsvertrages setzte die Bundesregierung im letzten Jahr ausschlie\u00dflich auf Umverteilung statt auf eine Angebotspolitik. Sie hat offensichtlich ausschlie\u00dflich auf &#8222;Sorglos-Modus&#8220; gestellt. Es ist eine Selbstgef\u00e4lligkeit eingetreten &#8211; ohne jede Selbstbeschr\u00e4nkung. Das Rentenpaket war dabei der gr\u00f6\u00dfte S\u00fcdenfall. Deutschland hat sich dabei leider das fr\u00fchere Griechenland zum Vorbild genommen. Hier werden neue Sozialleistungen verteilt, die unsere Kinder bis zu 233 Milliarden Euro kosten werden. Die teure Rentenreform, weiter absehbare steigende Energiekosten, sowie Mehrkosten durch zust\u00e4tzliche B\u00fcrokratie und Auflagen, der Mindestlohn und die Rolle-R\u00fcckw\u00e4rts beim flexiblen Arbeitsmarkt werden dem Standort Deutschland nachhaltig schaden. Es \u00fcberrascht nicht, dass wir einen der unflexibelsten Arbeitsm\u00e4rkte der Welt haben und wir im letzten Jahr bei den Arbeitskosten im internationalen Vergleich nach 2013 auch 2014 wieder deutlich an Terrain verloren haben. Nach dem j\u00fcngsten Bericht des Statistischen Bundesamtes verteuerte sich in Deutschland eine Stunde im Vergleich zum zweiten Quartal 2013 kalenderbereinigt um 1,9 %; in der gesamten EU lag der durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten in diesem Zeitraum bei 1,2 %.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Besorgniserregend ist dar\u00fcbr hinaus die Rendite-Entwicklung vieler Unternehmen. So findet ein gro\u00dfer Teil der Renditensch\u00f6pfung schon lange nicht mehr in Deutschland, sondern in anderen L\u00e4ndern statt. Kurz: Immer h\u00e4ufiger werden die Margen und damit Ertr\u00e4ge an anderen Standorten erwirtschaftet. Man zehrt vielfach von der Substanz, vom Zukauf anderer oder Produktionsverlagerungen in Wachstumsregionen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Investitionen in die maroden Verkehrsinfrastrukturen sowie konkurrenzf\u00e4hige Energiekosten m\u00fcssen im Mittelpunkt allen Handelns stehen<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Preis- und Margendruck wird f\u00fcr die Unternehmen noch gr\u00f6\u00dfer werden<\/li>\n<li>Belastungsmoratorium f\u00fcr die Wirtschaft<\/li>\n<li>Wenn es einen Weg gibt, die A1-Br\u00fccke technisch und bauplanerisch schneller zu bauen, dann muss man ihn finden und auch umsetzen<\/li>\n<li>&#8222;Mehr Netto vom Brutto&#8220;: Abschaffung der kalten Progression<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"bodytext\">Im letzten Jahr hat letztlich ohne jeden Grund die erdr\u00fcckende Hand des Staates die Wirtschaft gehemmt, der Effizienz und Innovation nachhaltig geschadet und damit alles andere als Eigenwerbung f\u00fcr den Standort Deutschland betrieben. Die Belastungsgrenze der Unternehmen ist jedenfalls l\u00e4ngst \u00fcberschritten. Bei den ausgemachten Risiken (Bankenkrise, anhaltende Wachstumsschw\u00e4che im gesamten Europaraum und geopolitische Konflikte) wird der Kampf um die M\u00e4rkte 2015 noch h\u00e4rter werden. Die Konkurrenten in Asien, aber auch in Europa, werden jeden Tag besser und alle verteidigen weltweit verbissen und unter einem unglaublichen Preis- und Margendruck ihre Marktanteile und versuchen so bei vielfach bestehenden \u00dcberkapazit\u00e4ten ein gr\u00f6\u00dferes St\u00fcck vom verbleibenden Kuchen zu erhalten. Die Unternehmen brauchen in dieser Gemengelage deshalb nicht nur ein Belastungsmoratorium, sondern einen klaren Politik- bzw. Kurswechsel hin zur Angebotspolitik. Die Verbesserung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit, der Innovationsf\u00e4higkeit und der Investitionsbedingungen f\u00fcr die Unternehmen m\u00fcssen dabei im Mittelpunkt allen Handels stehen und zwar auf allen Ebenen des staatlichen Handelns, ob nun in den Kommunen, im Land oder beim Bund; das Gleiche gilt f\u00fcr die Tarifpolitik, hier d\u00fcrfen vor allem keine Illusionen geweckt werden wie zuletzt bei der Forderung der IG Metall nach 5,5 % mehr Lohn. Wenn wir die schon jetzt schleichende Deindustrialisierung aufhalten wollen, brauchen wir erhebliche Investitionen in unsere Verkehrsinfrastrukturen &#8211; die marode A1-Br\u00fccke mit ihren t\u00e4glichen mehrst\u00fcndigen Staus ist hier leider bundesweit zum mahnenden Beispiel geworden. Hier kann die Devise nur lauten: Wenn es einen Weg gibt, die A1-Br\u00fccke bauplanungsrechtlich schneller zu bauen, dann muss man ihn nich nur finden, sondern vor allem auch umsetzen. Eine vollst\u00e4ndige Schlie\u00dfung der Br\u00fccke w\u00e4re jedenfalls nicht nur f\u00fcr diese Region, sondern f\u00fcr ganz Nordrhein-Westfalen bei der engen Vernetztheit mit nicht absch\u00e4tzbaren Kollateralsch\u00e4den verbunden, unabh\u00e4ngig vom Image-Verlust f\u00fcr den hiesigen Standort und die gesamte Region. Mindestens ebenso wichtig sind international wettbewerbsf\u00e4hige Energiekosten, einen Kostennachteil von 50 % und mehr kann sich eine Industrienation auf Dauer nicht leisten. Dar\u00fcber hinaus gilt es von Seiten der Bundesregierung die heimlichen Steuererh\u00f6hungen der kalten Progression nun endlich zu begrenzen und mittelfristig abzuschaffen. Die B\u00fcrger erwarten hier ebenso ein Belastungsmoratorium und endlich mehr Netto vom Brutto. Eine Entlastung bei den Steuern w\u00fcrde im \u00dcbrigen einen erheblichen Druck aus den k\u00fcnftigen Tarifverhandlungen nehmen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Resonanzen auf die Pressemitteilung finden Sie\u00a0<a class=\"internal-link\" title=\"Opens internal link in current window\" href=\"https:\/\/www.usability.world\/presseresonanzen\/jahresrueck-und-ausblick-20142015\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Jahresr\u00fcckblick blickt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Unternehmerverb\u00e4nde Rhein-Wupper, Rechtsanwalt Andreas Tressin, auf das Jahr 2014 zur\u00fcck und gibt einen Ausblick auf das kommende Jahr.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","event_listing_category":[8],"class_list":["post-411","event_listing","type-event_listing","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/event_listing\/411","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/event_listing"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/event_listing"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=411"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=411"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event_listing_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fevent_listing_category&post=411"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}