{"id":335,"date":"2018-08-20T18:43:07","date_gmt":"2018-08-20T16:43:07","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p115765.webspaceconfig.de\/?post_type=event_listing&#038;p=335"},"modified":"2018-08-21T10:26:32","modified_gmt":"2018-08-21T08:26:32","slug":"ruf-nach-30-stunden-woche-ist-absurder-karnevalsscherz","status":"publish","type":"event_listing","link":"https:\/\/www.usability.world\/?event_listing=ruf-nach-30-stunden-woche-ist-absurder-karnevalsscherz","title":{"rendered":"\u201eRuf nach 30-Stunden-Woche ist absurder Karnevalsscherz\u201c"},"content":{"rendered":"<h3>Tressin h\u00e4lt sachliche Debatte \u00fcber Arbeitszeit f\u00fcr notwendig<\/h3>\n<p class=\"bodytext\">Der am Rosenmontag ver\u00f6ffentlichte \u201eoffene Brief\u201c von rund 100 Politikern, Wissenschaftlern, Gewerkschaftern und Publizisten, in dem die Einf\u00fchrung der 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich gefordert wird, l\u00f6st bei Unternehmern an Rhein und Wupper Kopfsch\u00fctteln aus.\u00a0 Andreas Tressin, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Unternehmerverb\u00e4nde Rhein-Wupper, bezeichnet die Idee als v\u00f6llig kontraproduktiv, weil sie die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit der heimischen Unternehmen dramatisch verschlechtern w\u00fcrde:<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u201eMittlerweile hat sich landauf landab und auch bei der EU-Kommission und der EZB die Erkenntnis durchgesetzt\u201c, so Andreas Tressin, \u201edass es ohne Wettbewerbsf\u00e4higkeit nicht geht &#8211; und zwar nicht nur im Standortwettbewerb der einzelnen Volkswirtschaften, sondern auch und insbesondere bei der Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Unternehmen untereinander. Und hier haben wir vor allem wenn es um die Lohnst\u00fcckkosten geht zuletzt deutlich an Boden verloren. Im Durchschnitt haben die anderen Industriel\u00e4nder um 23 Prozent niedrigere Arbeitskosten und das zehrt nat\u00fcrlich an der internationalen Wettbewerbsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Im \u00dcbrigen ist schon die Grundannahme, auf der das Pl\u00e4doyer f\u00fcr die 30-Stunden-Woche fu\u00dft, falsch.\u00a0 In Deutschland wird Arbeit keineswegs knapp. F\u00fcr Arbeitslosigkeit gibt es ganz andere Gr\u00fcnde: Ein zentrales Problem liegt darin, dass zu viele Menschen keine Berufsausbildung vorweisen k\u00f6nnen. Die Zahl der Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr Ungelernte sinkt seit Jahrzehnten und damit verschlechtern sich auch deren Besch\u00e4ftigungschancen. Bei vollem Lohnausgleich f\u00fchren Arbeitszeitverk\u00fcrzungen zwangsl\u00e4ufig zu Kostensteigerungen und damit zu Personalabbau. Als erste m\u00fcssen erfahrungsgem\u00e4\u00df Besch\u00e4ftigte ohne Abschluss gehen. Die Forderung nach einer 30-Stunden-Woche ist nach alledem nicht mehr als ein schlechter Karnevalsscherz.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u201eWer seri\u00f6s argumentiert\u201c, so Tressin weiter, \u201ediskutiert deshalb \u00fcber die Verbesserung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit und in diesen Zusammenhang\u00a0 geh\u00f6ren auch und insbesondere die Herausforderungen des demografischen Wandels und des Fachkr\u00e4ftemangels.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Unser Kapital sind die Fachkr\u00e4fte. Deshalb m\u00fcssen wir dieses Know-how und Wissen nicht nur effizient einsetzten, sondern auch so lange wie nur irgend m\u00f6glich in unseren Unternehmen halten. Es geht dabei nicht um die absurde Idee einer 30-Stunden-Woche, und es geht auch nicht nur um eine noch flexiblere Verteilung der Arbeitszeit. Wir m\u00fcssen uns im Gegenteil auf eine Ausweitung des Arbeitszeitvolumens einstellen. Wir m\u00fcssen also tendenziell l\u00e4nger und nicht k\u00fcrzer arbeiten als bisher. Diese Notwendigkeit infrage zu stellen, w\u00fcrde letztlich unser einzig verbliebenes Alleinstellungsmerkmal in der internationalen Wettbewerbsf\u00e4higkeit schw\u00e4chen, n\u00e4mlich das umfangreiche Know-how unserer Fachkr\u00e4fte in unseren Betrieben. Das ist die Debatte, die wir jetzt ehrlich und offen f\u00fchren m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tressin h\u00e4lt sachliche Debatte \u00fcber Arbeitszeit f\u00fcr notwendig<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","event_listing_category":[8],"class_list":["post-335","event_listing","type-event_listing","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/event_listing\/335","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/event_listing"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/event_listing"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=335"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=335"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event_listing_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fevent_listing_category&post=335"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}