{"id":333,"date":"2018-08-20T18:40:33","date_gmt":"2018-08-20T16:40:33","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p115765.webspaceconfig.de\/?post_type=event_listing&#038;p=333"},"modified":"2018-08-21T10:32:07","modified_gmt":"2018-08-21T08:32:07","slug":"tressin-warnt-vor-hysterie-falschen-zahlen-und-verzerrenden-darstellungen","status":"publish","type":"event_listing","link":"https:\/\/www.usability.world\/?event_listing=tressin-warnt-vor-hysterie-falschen-zahlen-und-verzerrenden-darstellungen","title":{"rendered":"Tressin warnt vor Hysterie, falschen Zahlen und verzerrenden Darstellungen"},"content":{"rendered":"<h3>Stellungnahme zur Debatte um Stress am Arbeitsplatz und psychische Erkrankungen<\/h3>\n<p class=\"bodytext\">\u201eDass es nicht gelungen ist, eine gemeinsame Erkl\u00e4rung vom Bundesarbeitsministerium, Arbeitgebern und Gewerkschaften zur Verbesserung des psychischen Gesundheitsschutzes in den Betrieben zu unterzeichnen, ist kein Grund aktuell noch mehr Alarm zu schlagen oder gar in Hysterie zu verfallen\u201c, erkl\u00e4rt Rechtsanwalt Andreas Tressin, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Unternehmerverb\u00e4nde Rhein-Wupper und und zugleich\u00a0 gesch\u00e4ftsf\u00fchrendes Vorstandsmitglied im Zentrum f\u00fcr Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit Rhein-Wupper e.V. Leverkusen:<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u201eUns ist es vielmehr ein ganz wichtiges Anliegen, in der aktuell doch sehr aufgeregten Diskussion \u00fcber psychische Gesundheit f\u00fcr mehr Sachlichkeit zu werben. Es schadet nicht nur der Sache, sondern letztlich allen Beteiligten, wenn die Debatte \u00fcber psychische Gesundheit mit falschen Zahlen, verzerrenden Darstellungen und unberechtigten Vorw\u00fcrfen gef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">So haben nach allen Untersuchungen psychische St\u00f6rungen nicht zugenommen, sie werden nur h\u00e4ufiger erkannt. Auch die pauschale Behauptung, dass Arbeit an sich krank mache, geht v\u00f6llig an der Realit\u00e4t vorbei. Gerade psychische Belastungen und Stress haben ihre Hauptursachen im individuellen Umfeld der Betroffenen, der gr\u00f6\u00dfte Ausl\u00f6ser sind in der Regel private Probleme. So sind Menschen, die nicht erwerbst\u00e4tig sind, h\u00e4ufiger psychisch krank als Berufst\u00e4tige, Arbeitslose sogar vier Mal so h\u00e4ufig. Wer also ernsthaft daran interessiert ist, den Betroffenen zu helfen, muss auch eine ehrliche Ursachenforschung betreiben.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Richtig ist, dass die Anforderungen an die Arbeitspl\u00e4tze und damit der Stress zugenommen haben, richtig ist aber auch, dass immer mehr Arbeitgeber die Bedeutung des Themas erkannt haben und auf diesem Gebiet bereits kompetent, mit Erfolg und unterschiedlichen Ans\u00e4tzen t\u00e4tig sind. So wenden die Unternehmen seit jeher von der Gesundheitspr\u00e4vention \u00fcber gemeinsam mit den Betriebsr\u00e4ten durchgef\u00fchrte Gef\u00e4hrdungsbeurteilungen, bis hin zum Wiedereingliederungsmanagement und kontinuierlich eingerichteten Round-Table-Gespr\u00e4chen mit den betrieblichen Beteiligten im Umgang mit psychischen Erkrankungen erhebliche Mittel auf, nicht zuletzt auch deshalb, weil psychische Erkrankungen erhebliche Entgeltfortzahlungskosten verursachen.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u201eDie ganze Thematik ist deshalb so sensibel und emotional, weil aufgrund der unterschiedlichen Belastbarkeit der Mitarbeiter eine Objektivierung schwierig ist und oftmals berufliche und private psychische Belastungsfaktoren ineinander greifen\u201c, so Dr.med. Kurt Kosloh, leitender Betriebsarzt im Zentrum f\u00fcr Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit.<br \/>\n\u201eUnd deshalb arbeiten wir sehr intensiv und pro aktiv an der Weiterentwicklung objektiver Methoden und Instrumente zur Erfassung und Messung psychischer Belastung\u201c, so Andreas Tressin: \u201eGemeinsam mit dem Institut f\u00fcr angewandte Arbeitswissenschaften (IfaA) und dem Verband deutscher Sicherheitsingenieure (VDSI) wird aktuell ein Qualifizierungskonzept f\u00fcr die Fachkraft f\u00fcr Arbeitssicherheit entwickelt. Die Fachkraft soll dazu bef\u00e4higt werden, psychische Gef\u00e4hrdungsfaktoren zu identifizieren und notwendige Schritte einzuleiten. Dar\u00fcber hinaus erm\u00f6glicht das als Handlungshilfe erschienen Buch \u201eKPB \u2013 Kurzverfahren psychische Belastung\u201c ein pragmatisches Vorgehen bei der Gef\u00e4hrdungsbeurteilung und ist damit ein neues, mobiles Instrument bei der Erfassung psychischer Arbeitsbelastung. Wir sind deshalb gemeinsam mit den Betrieben auf dem richtigen Wege\u201c, ist Tressin \u00fcberzeugt, \u201eund tragen mit zielf\u00fchrenden Handlungshilfen zur Versachlichung der Diskussion bei.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Aber nicht nur die Unternehmen, sondern alle Akteure im Gesundheitsschutz sind gefordert, denn der Erfolg einer psychotherapeutischen Behandlung h\u00e4ngt nicht nur von der fr\u00fchen Erkennung, sondern insbesondere auch von der richtigen Behandlung ab. Deshalb ist es einfach ein Skandal, dass Betroffene im Schnitt drei Monate auf das Erstgespr\u00e4ch f\u00fcr eine psychotherapeutische Behandlung warten m\u00fcssen.\u201c Tressin erwartet deshalb von der Gesundheitspolitik, den \u00c4rztevereinigungen und den Krankenkassen, \u201edass dieser Missstand schnellstm\u00f6glich und entschlossen behoben wird. Eine ordentliche Behandlung und Versorgung ist deshalb mindestens ebenso das Gebot der Stunde. Gesetzliche Vorgaben jedenfalls sind bei dem Thema v\u00f6llig konterproduktiv.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stellungnahme zur Debatte um Stress am Arbeitsplatz und psychische Erkrankungen<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","event_listing_category":[8],"class_list":["post-333","event_listing","type-event_listing","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/event_listing\/333","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/event_listing"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/event_listing"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=333"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=333"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event_listing_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fevent_listing_category&post=333"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}