{"id":309,"date":"2018-08-20T16:58:36","date_gmt":"2018-08-20T14:58:36","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p115765.webspaceconfig.de\/?post_type=event_listing&#038;p=309"},"modified":"2018-08-21T10:38:03","modified_gmt":"2018-08-21T08:38:03","slug":"bewertung-der-forderungsempfehlungen-der-ig-metall","status":"publish","type":"event_listing","link":"https:\/\/www.usability.world\/?event_listing=bewertung-der-forderungsempfehlungen-der-ig-metall","title":{"rendered":"Bewertung der Forderungsempfehlungen der IG Metall"},"content":{"rendered":"<h3>Andreas Tressin, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Unternehmerver\u00e4nde Rhein-Wupper, bewertet die Forderungsempfehlung der IG Metall nach bis zu 6,5 % mehr Lohn.<\/h3>\n<p class=\"bodytext\">Die ersten Bezirke der IG Metall haben Forderungsempfehlungen nach bis zu 6,5 % mehr Geld beschlossen. Den Verteilungsspielraum beziffert die IG Metall auf 3,8 % (2,9 % f\u00fcr 2012 und einen nicht ausgesch\u00f6pften Rest-Spielraum von 0,9 % aus 2011), die restlichen 2,7 % begr\u00fcndet sie pauschal mit Umverteilung. Eine Forderung in dieser H\u00f6he ist nicht nachvollziehbar, passt nicht zur wirtschaftlichen Lage der M+E-Industrie und setzt die in der Krise erzielten Erfolge leichtfertig aufs Spiel.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Es gibt weder etwas nachzuholen noch umzuverteilen &#8211; bei M+E werden die Mitarbeiter fair bedient<\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Das rasante Wachstum im vergangenen Jahr war nur ein Aufholprozess, der die Krisenverluste ausgeglichen und die M+E-Produktion wieder auf das Niveau von 2008 zur\u00fcckgef\u00fchrt hat. Die Tarifentgelte freilich sind nicht auf dem Stand von 2008 stehen geblieben, sondern wurden seither um 9 % erh\u00f6ht, w\u00e4hrend gesamtwirtschaftliche Produktivit\u00e4t und Inflationsrate nur um 6,9 % zugelegt haben. Der Verteilungsspielraum wurde somit selbst nach gewerkschaftlicher Lesart mehr als ausgesch\u00f6pft. Das hat auch Helga Schwitzer, Vorstandsmitglied der IG Metall, gerade erst best\u00e4tigt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>2012 w\u00e4chst die M+E-Produktion nur langsam &#8211; beim Entgelt sind daher keine gro\u00dfen Spr\u00fcnge drin<\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die M+E-Betriebe agieren in einem schwierigen Umfeld: Die Finanzierungsbedingungen werden schlechter, die Sparanstrengungen in wichtigen Partnerl\u00e4ndern d\u00e4mpfen die Nachfrage, und \u00fcber allem schwebt wie ein Damoklesschwert die ungel\u00f6ste Schuldenkrise. All das wird 2012 das Wachstum der M+E-Produktion deutlich bremsen: von 13 % auf h\u00f6chstens 4 %, also weniger als ein Drittel des Vorjahreswertes. Erst zum Jahresende ist wieder mit einer Beschleunigung zu rechnen. Gesamtwirtschaftlich sagen Konjukturforscher f\u00fcr 2012 kaum mehr als eine &#8222;schwarze Null&#8220; voraus, das Gewerkschaftsinstitut IMK h\u00e4lt 2012 soagr ein Schrumpfen der Wirtschaft um -01, % f\u00fcr m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Wir brauchen eine verl\u00e4ssliche und langfristig bezahlbare Linie beim Entgelt &#8211; deshalb: Kurs halten!<\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ein Tarifvertrag darf sich nicht am kurzfristigen Auf und Ab der Konjunktur oder rasch wechselnden Stimmungswellen orientieren. In unsicheren Zeiten wie diesen muss die Tarifpolitik verl\u00e4sslich und kalkulierbar bleiben &#8211; f\u00fcr Betriebe und Besch\u00e4ftigte. Zugleich muss sie die Betriebe aber beweglich genug halten, um auf die wachsende Volatilit\u00e4t zu reagieren. Dieser Spagat kann gelingen, wenn Tabellenerh\u00f6hungen nur in dem Umfang gezahlt werden, wie sie auch dauerhaft bezahlbar sind; wenn zus\u00e4tzliche Leistungen, die nur auf Sicht finanzierbar sind, auch nur als Einmalzahlung gew\u00e4hrt werden; und wenn man den Unternehmen Flexibilisierungsm\u00f6glichkeiten gibt, um der jeweiligen betrieblichen Situation Rechnung zu tragen. Eine solche Politik sch\u00fctzt Arbeitspl\u00e4tze und bietet den Besch\u00e4ftigten gleichzeitig einen fairen Anteil an den tats\u00e4chlichen Erfolgen der Unternehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Andreas Tressin, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Unternehmerver\u00e4nde Rhein-Wupper, bewertet die Forderungsempfehlung der IG Metall nach bis zu 6,5 % mehr Lohn.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","event_listing_category":[8],"class_list":["post-309","event_listing","type-event_listing","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/event_listing\/309","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/event_listing"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/event_listing"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=309"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=309"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event_listing_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fevent_listing_category&post=309"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}