{"id":254,"date":"2018-08-20T15:28:38","date_gmt":"2018-08-20T13:28:38","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p115765.webspaceconfig.de\/?post_type=event_listing&#038;p=254"},"modified":"2018-08-21T11:14:55","modified_gmt":"2018-08-21T09:14:55","slug":"jahresausblick-2010","status":"publish","type":"event_listing","link":"https:\/\/www.usability.world\/?event_listing=jahresausblick-2010","title":{"rendered":"Jahresausblick 2010"},"content":{"rendered":"<h3>Die Folgen der Krise: 2010 wird f\u00fcr viele Unternehmen der Region noch schwieriger.<\/h3>\n<p class=\"bodytext\">Zum Jahresende blickt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Leverkusener Unternehmerverb\u00e4nde,\u00a0<b>Andreas Tressin<\/b>, auf das Jahr 2009 zur\u00fcck und gibt einen Ausblick auf das kommende Jahr.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u201e60 Jahre Bundesrepublik Deutschland, immer wieder Wahlen, eine Wirtschafts- und Finanzkrise, die schlie\u00dflich zum st\u00e4rksten Wirtschaftseinbruch in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland f\u00fchrte und zuletzt eine neue Grippe \u2013 das Jahr 2009 wird damit sicherlich als eines der turbulentesten und schwierigsten in die Annalen der Geschichte eingehen. Viele Unternehmen mussten angesichts wegbrechender Absatzm\u00e4rkte um ihr \u00dcberleben k\u00e4mpfen, zugleich wurden alle Anstrengungen unternommen, um Fachkr\u00e4fte zu halten, um f\u00fcr die Zeit nach der Krise ger\u00fcstet zu sein. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung aber war und ist die bei sehr vielen Unternehmen eingetretene Liquidit\u00e4tskrise.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Mitgliedsunternehmen in der Region haben sich den vorbezeichneten Herausforderungen gestellt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Es war f\u00fcr die Unternehmen in der Region ein beispielsloser Kraftakt, um Besch\u00e4ftigung zu sichern. Die Unternehmen haben sich dabei vorbildlich verhalten: Zun\u00e4chst durch den Abbau von \u00dcberstunden, dann wurden die Arbeitszeitkonten ins Minus gefahren, und sp\u00e4ter wurde der Einsatz von Zeitarbeitnehmern zur\u00fcckgefahren, um Stammkr\u00e4fte halten zu k\u00f6nnen. Insbesondere durch Nutzung der Kurzarbeit konnten die Unternehmen den Verlust bei den Arbeitspl\u00e4tzen bislang auf rund 5 Prozent begrenzen. Die Unternehmen haben insgesamt eine enorme finanzielle Last geschultert, denn gleichzeitig sind die Tarifl\u00f6hne im Schnitt um drei Prozent und die Arbeitskosten im verarbeitenden Gewerbe um mehr als 6 Prozent gestiegen, die Kapazit\u00e4tsauslastung ist zugleich jedoch um 16 Prozent gesunken, die Produktivit\u00e4t ist in zweistelliger Gr\u00f6\u00dfenordnung gefallen.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Im kommenden Jahr werde sich die Lage der Unternehmen in der Region stark spreizen, so Verbandsgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Andreas Tressin: \u201eVielen Unternehmen geht langsam die Puste aus: Die Liquidit\u00e4tspolster sind aufgezehrt, die Eigenkapitalausstattung ist schwach, die Finanzierungsprobleme wachsen, dazu kommen noch die Aufwertung des Euro und vor allem der hohe Wettbewerbsdruck auf den M\u00e4rkten. Die in einigen Sparten beobachtete leichte Verbesserung der Auftragseing\u00e4nge steht auf wackeligen F\u00fc\u00dfen und geht von einem unertr\u00e4glich niedrigen Niveau aus. So sind die Fertigungsanlagen in der Metall- und Elektroindustrie nur zu gut 70 Prozent ausgelastet \u2013 Anfang 2008 waren es \u00fcber 91 Prozent.\u201c Vieles bliebe nach wie vor ein Blick in die Glaskugel, so Tressin, denn die Wirtschaftsbelebung resultiere in erster Linie aus Konjunkturprogrammen, es fehle damit die Nachhaltigkeit.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Angesichts dieser Lage seien Kostensenkungen in den Unternehmen unvermeidlich, auch die Personalkosten k\u00f6nnten davon nicht ausgenommen werden. \u201eWenn die Nachfrage nicht rechtzeitig wieder anzieht, werden die Unternehmen, die nach wie vor Personal\u00fcberh\u00e4nge finanzieren, zum Stellenabbau gezwungen sein. Auch in unserer Region m\u00fcssen wir deshalb im kommenden Jahr mit einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen rechnen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Also was ist zu tun? Die Tarifpartner m\u00fcssen bei den n\u00e4chsten Abschl\u00fcssen unbedingt auf eine Verbesserung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit setzen und dazu ist auch eine Lohnzur\u00fcckhaltung erforderlich, damit die unter der Krise leidenden Unternehmen die \u201enotwendige Luft zum Atmen\u201c erhalten. Gleichzeitig kann es unter den gegebenen Umst\u00e4nden keine Besch\u00e4ftigungsgarantien geben.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Denn in der Krise sind die Unternehmen doppelt gefordert: sie m\u00fcssen mit ihren Belegschaften die wirtschaftliche Talsohle durchstehen und gleichzeitig die Voraussetzungen schaffen, dass sie gest\u00e4rkt in den n\u00e4chsten Aufschwung gehen und die Chancen einer k\u00fcnftigen Markterholung nutzen k\u00f6nnen. Sie k\u00f6nnen und d\u00fcrfen deshalb nicht alle Mittel in den Arbeitsplatzerhalt investieren. Sie m\u00fcssen sich neue M\u00e4rkte und damit Absatz- und Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten erschlie\u00dfen. Das bleibt eine Daueraufgabe, gerade auch in Zeiten der Krise. In schrumpfenden M\u00e4rkten hei\u00dft das, den eigenen Anteil am Kuchen zu vergr\u00f6\u00dfern. Wer bei dieser Gemengelage Jobgarantien verspricht, handelt unredlich. Nur ein gemeinsames Miteinander der Tarifpartner kann der Lage gerecht werden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ganz entscheidend wird zudem sein, dass der Wirtschaft keine weiteren Probleme bei der Finanzierung drohen, denn eine reibungslose Geldversorgung ist nicht nur der Schmierstoff der Volkswirtschaften, sondern auch von existentieller Bedeutung f\u00fcr das Funktionieren einer arbeitsteiligen Wirtschaft. Von den Banken muss man an dieser Stelle mehr Engagement und vertrauensbildende Ma\u00dfnahmen erwarten. Derzeit verstetigt sich der Eindruck, dass die Privatbanken an einem Kreditgesch\u00e4ft nicht wirklich interessiert sind, sondern die strategische Ausrichtung ausschlie\u00dflich darauf ausgerichtet ist, die Eigenkapitalquote und damit die Performance zu st\u00e4rken. Wenn hier nicht schnell ein Umdenken eintritt, wird es im Jahr 2010 zu einer gro\u00dfen Zahl von Insolvenzen und damit zu Forderungsausf\u00e4llen kommen. Die im Dezember beim Gipfeltreffen im Kanzleramt in Aussicht gestellten Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung der Kreditklemme m\u00fcssen ganz schnell umgesetzt werden und Wirkung zeigen.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Unter keinen Umst\u00e4nden d\u00fcrfe der Faktor \u201eArbeit\u201c noch teurer werden, so Tressin. In diesem Zusammenhang nur von der Erh\u00f6hung der Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge zu reden sei kontraproduktiv &#8211; auf die aktuelle Diskussion in Teilen der Koalition Berliner reagierten die Arbeitgeber daher zu Recht mit v\u00f6lligem Unverst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">In der Krise sollten wir uns nun aber auch an die eigenen St\u00e4rken erinnern. Ein Gro\u00dfteil der heimischen Unternehmen wird die Krise mittel- bzw. langfristig meistern. Denn unsere Unternehmen in der Region sind im Kern gesund, sie haben in den letzten Jahren ihre Schulaufgaben gemacht, sie haben sich strategisch gut aufgestellt und durch zum Teil umfassende Reorganisationsma\u00dfnahmen ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit deutlich verbessert.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Unternehmerverb\u00e4nde Rhein-Wupper werden 2010 alle Instrumente der Arbeitsmarktpolitik und der Tarifpolitik unterst\u00fctzen, um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit unserer Unternehmen zu st\u00e4rken und damit Entlassungen zu vermeiden. In der t\u00e4glichen Beratungsarbeit m\u00fcssen deshalb sowohl in arbeitsrechtlicher als auch in arbeitswirtschaftlicher Hinsicht intelligente, vor allem auf den einzelnen Betrieb zugeschnittene L\u00f6sungen erarbeitet werden. Wir werden uns diesen Herausforderungen stellen, unter anderem durch die Einstellung eines weiteren Juristen und eines Verbandsingenieurs.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Auch in Hinblick auf unsere Bildungsarbeit schauen wir positiv in die Zukunft. Mit der mehrheitlichen \u00dcbernahme der Gesch\u00e4ftsanteile der Wuppermann Bildungswerk Leverkusen GmbH wurde das Dienstleistungsportfolio der Verb\u00e4nde um einen weiteren Baustein erg\u00e4nzt, um auch in der Aus-, Fort- und Weiterbildung noch individuellere Rezepte anzubieten. Gerade in Krisenzeiten sind Bildung und Qualifizierung eine Investition in die Zukunft.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Das kommende Jahr wird deshalb wieder unsere volles Engagement verlangen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Folgen der Krise: 2010 wird f\u00fcr viele Unternehmen der Region noch schwieriger<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","event_listing_category":[8],"class_list":["post-254","event_listing","type-event_listing","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/event_listing\/254","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/event_listing"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/event_listing"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=254"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=254"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event_listing_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fevent_listing_category&post=254"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}