{"id":1947,"date":"2019-06-12T10:26:03","date_gmt":"2019-06-12T08:26:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.usability.world\/?post_type=event_listing&#038;p=1947"},"modified":"2019-06-12T10:26:03","modified_gmt":"2019-06-12T08:26:03","slug":"mitgliederversammlungen-beider-verbaende-am-11-06-2019-2","status":"publish","type":"event_listing","link":"https:\/\/www.usability.world\/?event_listing=mitgliederversammlungen-beider-verbaende-am-11-06-2019-2","title":{"rendered":"Mitgliederversammlungen beider Verb\u00e4nde am 11.06.2019"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Unternehmer \u00e4u\u00dfern massive Kritik am Kurs der Regierung in der Wirtschaftspolitik<\/strong><\/h3>\n<h3><strong>&#8211; Wirtschaft pocht auf Entlastungen<\/strong><\/h3>\n<h3><strong>-Spielraum f\u00fcr Lohnzuw\u00e4chse aufgebraucht<\/strong><\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1948\" src=\"https:\/\/www.usability.world\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/9T8B5256-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.usability.world\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/9T8B5256-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.usability.world\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/9T8B5256-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.usability.world\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/9T8B5256.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>In den jeweiligen Jahreshauptversammlungen zogen die beiden Vorsitzenden, Arndt Krebs f\u00fcr den Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Rhein-Wupper e.V. und Edgar Frank f\u00fcr die Unternehmerschaft Rhein-Wupper e.V., eine positive Bilanz 2018 nicht nur f\u00fcr die beiden Verb\u00e4nde, sondern auch f\u00fcr die angeschlossenen T\u00f6chter, der Wuppermann Bildungswerk Leverkusen GmbH und der neu gegr\u00fcndeten Unternehmensberatung, der InoWis GmbH. \u201eWir sind mit allen Institutionen sicherlich auch ein wenig im Kielwasser der zumindest in den ersten drei Quartalen guten Konjunktur 2018 gefahren\u201c, so das Fazit der beiden Vorsitzenden.<\/p>\n<p>\u201eDie sich bereits im letzten Quartal 2018 eintr\u00fcbende Konjunktur hinterl\u00e4sst jedoch aktuell deutlichere Spuren\u201c, \u00e4u\u00dfern sich beide Vorsitzenden besorgt. Das zeigt nicht nur die Tatsache der Stagnation bzw. zum Teil auch schon eine r\u00fcckl\u00e4ufige Besch\u00e4ftigtenstruktur in den Mitgliedsunternehmen, sondern auch die Tatsache, dass sich die Gesch\u00e4ftserwartungen branchen\u00fcbergreifend verschlechtern. Besonders die Automobilzulieferer haben im ersten Quartal gegen\u00fcber dem Vorjahresquartal Umsatzr\u00fcckg\u00e4nge von bis zu 20 % zu beklagen\u201c. Stellvertretend f\u00fcr die Automobilzulieferer Michael Hedderich, Senior Vice President Rings &amp; Liners der Federal-Mogul Holding Deutschland GmbH (jetzt TENNECO): \u201eBei uns betr\u00e4gt der Umsatzr\u00fcckgang im ersten Halbjahr gegen\u00fcber dem ersten Halbjahr 2018 10 %. Dies ist vor allem der Schw\u00e4chung der Konjunktur geschuldet. Die Elektrifizierung spielt dabei noch keine Rolle. Eine Verbesserung der Lage im 2. Halbjahr k\u00f6nnen wir im Moment nicht erkennen\u201c.<\/p>\n<p>Massive Kritik \u00e4u\u00dferten die Unternehmen am Kurs der Regierung in der Wirtschaftspolitik: Immer mehr B\u00fcrokratie, immer mehr Auflagen und Kosten; die Unternehmer sehen keinerlei Verbesserungen. Unternehmer werden ganz offensichtlich zu wenig wertgesch\u00e4tzt\u201c, so die beiden Vorsitzenden. \u201eDie nach unten korrigierte Konjunkturprognose der Bundesregierung m\u00fcsste eigentlich f\u00fcr alle mehr als ein Weckruf, sondern ein \u201eAlarmzeichen\u201c sein\u201c. Der Mittelstand ist eben global aufgestellt und im Wettbewerb. Deutschland aber ist einer der teuersten Standorte weltweit. Wir haben einfach zu hohe Personalkosten und mit einer Unternehmenssteuerlast von \u00fcber 30 % eine zu hohe Steuerquote im Vergleich zum Durchschnitt der OECD mit 25 %. Dies ist im internationalen Konkurrenzkampf ein unhaltbarer Zustand und gef\u00e4hrdet unsere Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Deshalb ist die Steuerlast auf 25 % zu senken. Und auch bei den Strompreisen bedarf es einer ganz dringenden Korrektur nach unten. Allein die EEG-Umlage ist mittlerweile in Deutschland so hoch wie der gesamte Strompreis in den USA. Und in Europa sind wir leider Schlusslicht und haben die h\u00f6chsten Strompreise zu beklagen.<\/p>\n<p>Die Politik muss nun endlich umsteuern, weg von einer Rund-um-sorglos-Sozialpolitik hin zu einer wachstumsorientierten Reformagenda mit deutlichen Entlastungen sowohl f\u00fcr die Unternehmer als auch f\u00fcr die B\u00fcrger.<\/p>\n<p>\u201eDer letzte Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie schmerzt ganz besonders, weil wir uns damit im internationalen Wettbewerb noch einmal verschlechtert haben. Er war unangemessen und \u00fcberfordert die Betriebe, die noch immer im Fl\u00e4chentarif sind. Die Verlagerung von Wertsch\u00f6pfung in Standorte au\u00dferhalb Deutschlands wird sich deutlich beschleunigen.\u201c, so Michael Hedderich weiter.<\/p>\n<p>\u201eAlarmierend ist auch die Tatsache, dass sowohl gesamtwirtschaftlich als auch in der M+E-Industrie die Tarifentgelte in den vergangenen Jahren dreimal so stark gestiegen sind wie die Produktivit\u00e4t. Die Unternehmen sind dadurch, ebenso wie mit dem Besch\u00e4ftigungsaufbau, in Vorleistung gegangen. Das kann so nicht weitergehen, denn die Unternehmen brauchen jetzt die finanziellen M\u00f6glichkeiten um die Transformation allein aus der Digitalisierung weiter voranzutreiben. Der Investitionsstau ist jedenfalls gigantisch, nicht nur bei Forschung und Entwicklung, sondern in allen Bereichen der Wertsch\u00f6pfungsketten sowie den Kosten f\u00fcr Fort- und Weiterbildung der Arbeitnehmer. Die Spielr\u00e4ume f\u00fcr Lohnzuw\u00e4chse sind deshalb f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre aufgebraucht. Was wir jetzt deshalb dringend \u2013 im \u00dcbrigen branchen\u00fcbergreifen \u2013 brauchen, ist ein \u201eB\u00fcndnis f\u00fcr Transformation\u201c, bei dem alle Beteiligten, also Unternehmer, Arbeitnehmer, Politik und Sozialpartner ihren Beitrag leisten, um Wertsch\u00f6pfung und damit Wohlstand in Deutschland halten zu k\u00f6nnen. Jedem muss dabei klar sein, dass neue Arbeitspl\u00e4tze nicht von alleine entstehen. Die Wirklichkeitsverweigerungshaltung in der Politik erlebt jedenfalls derzeit eine harte Begegnung mit den beschriebenen Realit\u00e4ten in allen Branchen\u201c, so die beiden Vorsitzenden in ihrem zusammenfassenden Fazit.<\/p>\n<p><u>Pressestatement<\/u> von <strong>Herrn Prof. Dr.-Ing. habil. Sascha Stowasser<\/strong> (ifaa &#8211; Institut f\u00fcr angewandte Arbeitswissenschaft e. V.) zum Thema \u201e<strong>Sch\u00f6ne neue Arbeitswelt!?<\/strong>&#8222;: \u201eVernetzte Digitalisierung und K\u00fcnstliche Intelligenz bieten nicht nur allerhand Chancen f\u00fcr innovative Gesch\u00e4ftsmodelle von Unternehmen und Institutionen. Die Arbeitswelt in den Unternehmen erf\u00e4hrt ebenfalls umw\u00e4lzende Ver\u00e4nderungen. Die Arbeitswelt der Zukunft ist gekennzeichnet durch die zunehmende Flexibilisierung von Arbeitsort, -zeit, -organisation sowie Handlungsfreiheit. Bereichert werden Produktions- und Wissensarbeit durch intelligente Assistenz, lernende Roboter und benutzeroptimierte Informationsbereitstellung. F\u00fcr die Besch\u00e4ftigten bedeutet dies mehr Flexibilit\u00e4t, anspruchsvollere T\u00e4tigkeiten, individuell angepasste Informationen sowie Erleichterung bei monotonen geistigen Routinet\u00e4tigkeiten.<\/p>\n<p>Bei all dem Optimismus k\u00f6nnen wir es mit der Digitalisierung auch \u00fcbertreiben. Wenn wir die Arbeit in der digitalen Zukunft so gestalten, dass wir \u2013 die Menschen &#8211; nur noch Anh\u00e4ngsel von digitalen und intelligenten Systemen und Maschinen w\u00e4ren. Hier z\u00e4hle ich auf eine moralische und ethische Grundsatzdebatte, die einerseits die zahlreichen Vorteile der Digitalisierung und K\u00fcnstlichen Intelligenz, andererseits nat\u00fcrlich die arbeitsschutzrelevanten Aspekte und gesellschaftlichen Wertevorstellungen ber\u00fccksichtigt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unternehmer \u00e4u\u00dfern massive Kritik am Kurs der Regierung in der Wirtschaftspolitik &#8211; Wirtschaft pocht auf Entlastungen -Spielraum f\u00fcr Lohnzuw\u00e4chse aufgebraucht In den jeweiligen Jahreshauptversammlungen zogen die beiden Vorsitzenden, Arndt Krebs f\u00fcr den Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Rhein-Wupper e.V. und Edgar Frank f\u00fcr die Unternehmerschaft Rhein-Wupper e.V., eine positive Bilanz 2018 nicht nur f\u00fcr die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":110,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","event_listing_category":[8],"class_list":["post-1947","event_listing","type-event_listing","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/event_listing\/1947","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/event_listing"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/event_listing"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/110"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1947"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1947"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event_listing_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.usability.world\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fevent_listing_category&post=1947"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}