{"id":1743,"date":"2018-12-20T16:56:35","date_gmt":"2018-12-20T15:56:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.usability.world\/?post_type=event_listing&#038;p=1743"},"modified":"2018-12-20T16:59:16","modified_gmt":"2018-12-20T15:59:16","slug":"1743","status":"publish","type":"event_listing","link":"https:\/\/www.usability.world\/?event_listing=1743","title":{"rendered":"Jahresr\u00fcck- und Ausblick 2018\/2019"},"content":{"rendered":"<p>Leverkusen, 20. Dezember 2018<\/p>\n<p>Zum Jahresende blickt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektroindustrie Rhein-Wupper e.V. und der Unternehmerschaft Rhein-Wupper e.V., Rechtsanwalt Andreas Tressin, auf das Jahr 2018 zur\u00fcck und gibt einen Ausblick auf das kommende Jahr:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>R\u00fcckblick 2018<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Insgesamt ein wirtschaftlich gutes Jahr trotz erster Bremsspuren<\/strong><\/p>\n<p>Eine insgesamt positive Bilanz zieht der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Unternehmerverb\u00e4nde Rhein-Wupper f\u00fcr die rund 200 Mitgliedsunternehmen: \u201eNoch nie war die Wirtschaftskraft gr\u00f6\u00dfer, noch nie waren die Steuereinnahmen so hoch, nie waren mehr Menschen besch\u00e4ftigt und noch nie lagen die Einkommen der B\u00fcrger \u00fcber die ganze Breite h\u00f6her.<\/p>\n<p>Trotzdem erlebte die Konjunktur zuletzt Gegenwind. Nach Grippewelle und Streiks im ersten Halbjahr waren es zuletzt Probleme der Autoindustrie beim Umstieg auf das neue Zulassungs- und Abgastestverfahren zum 01. September, die die Ertr\u00e4ge deutlich schm\u00e4lerten. Vereinzelt wurde sogar eine mangelnde Auslastung beklagt, so dass kreative L\u00f6sungen bei den Flexikonten in Form von Abbau von Plusstunden und teilweise sogar Aufbau von Minusstunden gefordert waren.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Ausblick 2019<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Unternehmer deutlich pessimistischer<\/strong><\/p>\n<p>Der obere Scheitelpunkt der Konjunktur ist \u00fcberschritten. Leider weist die wirtschaftliche Lage Bremsspuren auf. Und auch einige Institute sehen das Wachstum skeptischer. Danach wird das Wachstum bei rund 1,2 % (z.B. IW) magerer ausfallen. Die Stimmung bei den Unternehmen verschlechtert sich zunehmend. Bei den Mitgliedsunternehmen gehen nur noch knapp 20 % von einem Zuwachs aus. Rund 40 % bef\u00fcrchten f\u00fcr das kommende Jahr schw\u00e4chere Auftragseing\u00e4nge. Hoffentlich wird nicht die Automobilindustrie zum Sorgenkind. Fest steht jedenfalls schon jetzt: Bei den vorhandenen \u00dcberkapazit\u00e4ten am Markt wird es ein Jahr mit gro\u00dfen Rabattschlachten geben.<\/p>\n<p>Machen wir uns nichts vor: Andere L\u00e4nder haben enorm aufgeholt und Deutschland hat zuletzt sp\u00fcrbar an Wettbewerbsf\u00e4higkeit eingeb\u00fc\u00dft. Die Reformdividende der Agenda 2010 ist inzwischen leider v\u00f6llig aufgebraucht. Es besteht nach alledem in keinster Weise Anlass f\u00fcr die Gro\u00dfe Koalition sich zur\u00fcckzulehnen und sich weiter treiben zu lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Betriebe und Arbeitspl\u00e4tze krisen- und zukunftssicher machen ist das Gebot der Stunde (Masterplan zur Sicherung von Wohlstand und Arbeitspl\u00e4tzen erforderlich)<\/strong><\/p>\n<p>Mehr denn je brauchen wir deshalb einen Masterplan zur Sicherung von Wohlstand und Arbeitspl\u00e4tzen, der endlich auf eine Angebotspolitik mit wachstumsf\u00f6rdernden Investitionen, statt ausschlie\u00dflich nur auf Umverteilung setzt. Angesichts der heftigen Turbulenzen auf der B\u00fchne der globalen Wirtschaftspolitik, m\u00fcssen wir den Wirtschaftsstandort krisen- und zukunftsfest machen\u201c.<\/p>\n<p>Konkret hei\u00dft dies:<\/p>\n<ul>\n<li>Belastungsmoratorium nicht nur bei den b\u00fcrokratischen Auflagen sondern auch bei den Kosten. Stattdessen Entlastung von B\u00fcrgern und Unternehmen bei Steuern und Abgaben: Abschaffung des Solidarit\u00e4tszuschlags sowie eine auf den internationalen Standortwettbewerb ausgerichtete Steuerreform f\u00fcr die Unternehmen.<\/li>\n<li>Schl\u00fcssiges energiepolitisches Gesamtkonzept, das klarstellt, wie der Strombedarf in Zukunft gedeckt und Energie und Klimapolitik in Einklag gebracht werden k\u00f6nnen. Entscheidend wird dabei sein, wieder zu wettbewerbsf\u00e4higen Strompreisen zu kommen; Kostennachteile von \u00fcber 50 % gegen\u00fcber anderen Industrienationen sind jedenfalls von den heimischen Unternehmen nicht zu kompensieren.<\/li>\n<li>Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetztes: T\u00e4gliche H\u00f6chstarbeitszeitgrenzen oder eine zusammenh\u00e4ngende Ruhezeit von 11 Stunden passen einfach nicht mehr zu den Anforderungen an eine zunehmend digitalisierte Wirtschaft. Die bisherigen strikten Regeln jedenfalls behindern Unternehmen, Gastronomen und Gewerbetreibende insoweit, dass sie ihre \u00fcblich angebotenen Dienstleistungen nicht bringen und Arbeitsabl\u00e4ufe nicht mehr darstellen k\u00f6nnen.\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mehr betriebsnahe Tarifpolitik<\/strong><\/p>\n<p>Die \u201eTarifflucht\u201c aus den fl\u00e4chentarifvertraglichen Regelungen hat deutlich zugenommen. Andererseits wurden mit den Gewerkschaften aber auch sehr kreative sog. Haustarifvertr\u00e4ge abgeschlossen, die den jeweiligen betrieblichen Anforderungen Rechnung tragen. Der Trend ist eindeutig: Die als Ausnahmeregelung gedachten Haustarifvertr\u00e4ge werden immer mehr zur Regel. Tressin sieht deshalb die Tarifpolitik vor allem in ihrem wesentlichen Funktionsfeld der Regelung von Mindestarbeitsbedingungen, seit Jahren in einer tiefen Legitimationskrise. F\u00fcr die meisten Unternehmen sind die ausgehandelten Tarifbedingungen n\u00e4mlich am Markt nicht zu erwirtschaften. Insgesamt haben die tarifgebundenen Unternehmen in den letzten Jahren bei den Arbeitskosten zu viel an internationaler Wettbewerbsf\u00e4higkeit verloren.<\/p>\n<p>\u201eDie Fl\u00e4chentarifvertr\u00e4ge sind seit langem kein international wettbewerbsf\u00e4higes Produkt mehr\u201c, so Tressin. \u201eWir brauchen deshalb dringender denn je flexible Tarifvertr\u00e4ge, die den volatilen Wachstumsverl\u00e4ufen ebenso gerecht werden, wie den unterschiedlichen betrieblichen Entwicklungen\u201c. Dar\u00fcber hinaus bedarf es nach Auffassung von Tressin dringend einer Regulierung des gesamten Arbeitskampfrechtes. Der Einsatz und Umfang von Arbeitsk\u00e4mpfen verursacht n\u00e4mlich nicht nur immer wieder erhebliche volkswirtschaftliche Sch\u00e4den, sondern ist sp\u00e4testens seit der in der letzten Tarifrunde durchgef\u00fchrten 24-Stunden-Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie nicht mehr verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig und deshalb f\u00fcr die Unternehmen auch nicht mehr zumutbar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leverkusen, 20. 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